Schülerrat


 

Begründung / Ziele: 

  • Im Rahmen der Mitwirkung an Schulen gibt es Gremien für Eltern (Klassenpflegschaften, Schulpflegschaft), Gremien für Lehrer (Lehrerkonferenz, Fachkonferenzen) und ein Gremium für Eltern und Lehrer (Schulkonferenz).
  • In den weiterführenden Schulen gibt es auch ein gesetzlich festgelegtes Gremium für Schüler (Schülermitverwaltung – SMV)
  • Warum sollten nicht auch in Grundschulen, Schüler zur Mitgestaltung in ein Gremium eingebunden werden?!
  • Inhalte für eine solche Schülerkonferenz sind grundsätzlich alle Themen, die die Schülerschaft insgesamt betreffen: Sauberkeit und Ordnung an der Schule, Pausengestaltung, Gestaltung der Schulordnung, gemeinsame Aktivitäten in der Schule, Mitgestaltung von Feiern u. v. m.
  • Der Vorteil einer solchen direkten Mitwirkung liegt darin, dass die Schülervertreter Probleme, Wünsche, Möglichkeiten und Regelungen für eine Schule aus den einzelnen Klassen zur Sprache bringen können und dass sie, verantwortlich in die Gemeinschaftsgestaltung mit einbezogen werden können. Die SchülerInnen üben sich in der Auseinandersetzung mit den Interessen anderer Gruppen und Klassen. Sie lernen eigene Bedürfnisse und Wünsche oder die einer kleineren Gruppe oder einer Klasse, denen der Schulgemeinschaft unterzuordnen(demokratisches Prinzip). Sie lernen sich mit den Meinungen und Ansichten anderer auseinanderzusetzen, sie zu verstehen, sie einzuordnen. Sie lernen sich in einer Gruppe außerhalb ihrer Klassengemeinschaft zu äußern, anderen zuzuhören, zu diskutieren, Standpunkte für sich und andere zu vertreten. Sie lernen in einem größeren Rahmen Verantwortung zu übernehmen.

 

Organisation:

  • Jede Klasse einer Schule wählt zwei Vertreter. Es sollten möglichst ein Mädchen und ein Junge benannt werden. An unserer Schule sind dies z. Z. 16 Schülervertreter.
  • Der Vorsitzende der Schülerkonferenz ist der Schulleiter. (Die Schülerkonferenz kann jedoch auch einen Lehrer als Vorsitzenden wählen.)
  • Die Schülerkonferenz tagt in regelmäßigen Abständen alle 2 Monate, dienstags in der 6. Stunde.
  • Zu jeder Schülerkonferenz wird schriftlich eingeladen. Die Einladung enthält eine Tagesordnung. Tagesordnungspunkte werden von den Mitgliedern im Laufe der vier Wochen dem SL schriftlich oder mündlich mitgeteilt.
  • Die Einladung wird den Vertretern ausgehändigt oder per Mail in die Klassen geschickt.
  • Von jeder Konferenz wird ein Protokoll angefertigt. Protokollanten sollten möglichst reihum alle Schüler sein. Hilfen erhalten die Schüler von Mitschülern bzw. dem Schulleiter.
  • Die Protokolle werden innerhalb einer Woche per Mail in die Klassen geschickt. Die Protokolle werden zudem im Büro abgeheftet.
  • Jede Klassenlehrerin sollte den Schülervertretern Zeit geben, evtl. Anliegen mit der Klasse zu besprechen.

 

Einschätzung – bisherige Erfahrungen

Die Schülerkonferenz gibt es nunmehr seit dem Schuljahr 2003 / 2004 an unserer Schule. Die jeweiligen Vertreter nehmen ihre Aufgaben sehr ernst und verantwortungsvoll wahr. Sie führen selbstständig Meinungsabfragen in ihren Klassen durch und bringen eigene Ideen ein. Bei Problemen werden durch die Schülervertreter eigenständig durchaus kreative Lösungen erarbeitet. Es ist zu beobachten, dass die Kinder diese Form der Mitwirkung zu ihrer Sache gemacht haben. Sie setzen sich mit großem Engagement und sehr viel Ernsthaftigkeit für ihre Belange bei den Mitschülern ein. Das Ziel der Schülerkonferenz – mehr Eigenverantwortung durch die Schüler – ist nach den bisherigen überaus positiven Erfahrungen erreicht.