Zirkus Casselly 2015

220 Grundschüler und Kindergartenkinder studieren Zirkusprogramm ein

Köperbeherrschung: Die Kinder bewiesen sich im Zirkuszelt auf Schaukel und Balanceseil. Was sie in dieser Woche alles gelernt haben, sehen die Zuschauer am Donnerstag und Freitag.

WALSTEDDE – 220 Kinder der Lambertus-Grundschule und den beiden Kindergärten aus Walstedde und Ameke erarbeiten derzeit im Zirkus „Casselly“ aus Bielefeld ein eigenes Zirkusprogramm für die große Galavorstellung am Donnerstag und Freitag. Bereits seit 14 Jahren ist der Projekt-Zirkus spezialisiert auf die Arbeit mit Kindern.

Auf der Schützenfestwiese steht ein riesiges Zirkuszelt, in dessen Manege Kinder unterschiedlichsten Alters mit Ziegen, Tauben und Hunden Dressur erlernen oder am Trapez Kunststücke einstudieren. Nicht nur Akrobatik, Dressuren, Zauberei und Co. trainieren die Kinder, auch das richtige Präsentieren und die stilgerechte Verbeugung werden geübt.

Professionell angeleitet von den Zirkusfamilie Kaselowsky, die aus den Eltern Alois und Doris und den beiden Töchtern Alexandra und Gina besteht, lernen die Jungen und Mädchen konzentriert und eifrig allerlei Kunststücke. Obwohl gleich mehrere Kinder ihre Übungen einstudieren, ist es zu keinem Zeitpunkt unruhig oder laut. Die 20-jährige Alexandra und die 16-jährige Gina haben alles im Griff. Mittlerweile blicken die beiden jungen Mädchen auch schon auf jahrelange Erfahrung im Umgang mit Kindergarten- und Schulkindern zurück. Seit acht und sechs Jahren leiten die beiden, für die der Zirkus ihr zu Hause ist, schon Schulkassen und Kindergärten liebevoll und kompetent an.

Das bestätigt auch Grundschullehrerin Jutta Angelkort: „Die Zirkusfamilie hat den Überblick, ist einfühlsam und kompetent“, lobt sie. Überrascht sei sie, wie vorsichtig die Kinder mit den Tieren umgingen. Weiter erlebe sie richtig zufriedene Kinder. Diese Einschätzung teilt sie auch mit Margret Thamm vom Lambertus-Kindergarten. „Die Kinder finden das toll. Das Gefühl im Zirkus aufzutreten schafft Selbstbewusstsein.“ Auffällig sei, dass gerade zurückhaltende Kinder über ihre Rolle hinaus wachsen. Bereits beim Üben sehen einige Kunststücke schon richtig professionell aus. Während Tierdressur und Luftakrobatik in der Manege einstudiert werden, finden das Üben der Bodenakrobaten und die Beiträge der Clowns in der Turnhalle statt. Aufgeteilt in zwei große Blocks erarbeitet derweil eine Hälfte der Kinder in der Grundschule Theoretisches zum Thema Zirkus, damit auch der Schulunterricht nicht zu kurz kommt. So lassen sich auch Deutsch, Sachunterricht und Mathematik zirkusgerecht unterrichten.

Am Donnerstag- und Freitagmorgen findet im Zelt, das Platz für 500 Personen bietet, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr die Generalprobe statt. Hierzu sind Institutionen, Vereine und Verbände eingeladen. Der Eintrittspreis hierfür beträgt 1 Euro. Die großen Galavorstellungen präsentieren die kleinen Akrobaten dann am Donnerstag- und Freitagabend ab 18 Uhr. – mew