Schulhund

Warum einen Schulhund in der Schule?

„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund!“   Ziel der Bildungs- und Erziehungsarbeit ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Persönlichkeit weiterentwickeln und ihre Rolle in der Gesellschaft finden und erfüllen. Verantwortungsbewusst sollen sie sich gegenüber ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt verhalten.

“Ein Schulhund fördert die Lernatmosphäre“ Allein durch die Anwesenheit eines Schulhundes wird die Atmosphäre in der Klasse freundlicher und lockerer.(Vgl. Schwarzkopf und Ohlbrich 2003). Studien zeigen, dass bei z.B. gedrückter Atmosphäre ein Tier negative Gedanken unterbrechen kann, indem es die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

(Vgl. Katscher / Friedmann).

“Hunde lehren neue Wege des Umgangs mit Aggressionen“ Hunde reagieren auf rücksichtsloses Verhalten mit vorsichtigem Rückzug. Damit zeigen sie Kindern auf neutrale, nicht vorwurfsvolle oder wertende Weise, dass ihnen unkontrollierte Aggressionen selbst schaden. Die grundsätzlich fast bedingungslose Akzeptanz des Tieres macht die Kritik leichter annehmbar.

(Vgl.Vanek-Gullner)

“Mehr Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit“  Ein Hund macht spürbar: „Ich nehme dich so an wie du bist“. Unabhängig davon, wer und was wir sind, vermittelt das Tier emotionale Wärme und bedingungslose Akzeptanz. Gerade unsere Schüler leiden oft an geringem Selbstbewusstsein und reagieren deshalb teilweise unangemessen.

Zum Anderen fällt es unseren Schülern oft schwer, im Spiel zu verlieren. Ausscheiden verletzt – im Spiel und im Leben. Im spielerischen Tun mit dem Hund werden Rückschläge geübt. Versagen wird durch die Akzeptanz des Tieres annehmbar.

( Vgl. Vanek-Gullner)

“Hunde ermutigen” Die bedingungslose Annahme eines Hundes macht stark. Dieser „Ermutigungs-Effekt“ wird dadurch verstärkt, dass eine funktionierende Kommunikation mit dem Vierbeiner überzeugendes Auftreten voraussetzt. Jeder Befehl führt nur dann zum Erfolg, wenn er mit innerer Entschlossenheit gesprochen wird.

“Ein Schulhund für die Gemeinschaft“ Wissenschaftlich bewiesen ist, dass Kinder durch „soziale Katalysatoren“ (Hund) leichter mit anderen Kindern Kontakte knüpfen (Vgl. Guttmann). 2001 beobachtete Ortbauer das Sozialverhalten sechsjähriger Kinder ohne Haustier, die in ihrer Klasse regelmäßig Kontakt zu Hunden hatten. Soziale Beziehung und gemeinsame Aktivitäten der Schüler nahmen in der Häufigkeit zu. Besonders in sich gekehrte Kinder brachten sich aktiver in das soziale Geschehen ein.

(Vgl. Ortbauer)

“Hunde fördern unsere Sensibilität“ Eine Partnerschaft mit einem Hund sensibilisiert für den Nächsten. Da der Vierbeiner lediglich nonverbale Sprachanteile umsetzen kann, muss man sich auf das tierische Gegenüber einstellen. Gerade verhaltensauffällige Kinder treten oft rücksichtslos auf. Dadurch erleben viele zu selten, dass liebevolles Verhalten positive Reaktionen hervorruft. Oft werden durch die Interaktion mit dem Hund die eigenen Möglichkeiten zur Empathie geweckt.

(Vgl. Katscher/ Beck)

 

„Ein Hund ist in allen Reaktionen echt“ Er freut sich, gehorcht, schmust und bietet den Mädchen und Jungen viele neue Erfahrungen. Mithilfe des Hundes lernen die Schüler, Körpersprache intensiver wahrzunehmen.

Wenn ein Hund nicht mehr mag, zieht er sich zurück. Und was mit dem Hund gelernt wird, kann bei den Mitschülern auch funktionieren.

 

“Ein Hund hilft den Schülern lernen“Er ist ein Stimmungsindikator. Sucht er sich eine stille Ecke, erkennt die Klasse sofort, dass es zu laut ist. Studien belegen, dass der Kontakt mit Hunden einen sehr positiven Effekt auf uns Menschen hat. Da Hunde nicht beurteilen und werten, vermitteln sie jedem Kind das Gefühl, angenommen zu sein. Diese bedingungslose Akzeptanz ermutigt die Schüler in vielerlei Hinsicht. So wird der Schulhund viele Kinderherzen erobern und Freude und Wärme in den Schulalltag bringen.