Organisationsform des 1. Jahrgangs

Durch Schulkonferenzbeschluss wird die Einführung einer jahrgangsübergreifenden Form  zunächst ausgeschlossen und die Klassen 1 und 2 weiterhin jahrgangsbezogen geführt:

Link: Beispiel eines Stundenplans

Klassenunterricht in der vertrauten Lerngruppe ist ein wesentlicher Bestandteil unseres pädagogischen Verständnisses. Er schafft Identifikation, Vertrautheit und Sicherheit bei Schülern, Lehrern und Eltern. Jede Lerngruppe hat so die Möglichkeit die für ihre Gruppe nötigen Rituale und Absprachen treffen zu können. Dieses Grundprinzip hat an unserer Schule einen großen Stellenwert.

In den Differenzierungsstunden können je nach Bedarf und nach Unterrichtssituation einzelne Schüler in homogenen – oder auch mal heterogenen – Fördergruppen entweder in einem eigenen Raum oder innerhalb einer der beiden Klassenräume durch eine Lehrkraft (L1) unterrichtet werden. Diese Gruppen sind klassenübergreifend zu bilden, also befinden sich Schüler aus der Klasse 1a und der Klasse 1b in den entsprechenden Gruppen. Je nach Notwendigkeit können Kinder mit mathematischen Schwächen (M-) oder mit mathematischen Stärken (M+) zusammengefasst werden. Gleiches gilt für Deutsch (-/+), für Kinder mit Wahrnehmungsproblemen, Konzentrationsproblemen oder anderen Schwächen bzw. auch Stärken (s. Abb.).

Das Lehrerteam legt die Form, die Inhalte und die Dauer der Förderung, die Gruppengröße und die Zusammensetzung der Gruppen fest (Förderplan s. Anhang). Die „Restgruppe“, die aus den verbleibenden Kindern besteht, arbeitet an einem Tages- bzw. Wochenplan u. ä.

Die hier nur kurz beschriebene Organisationsform bietet eine Möglichkeit der Differenzierung und der individuellen Förderung von Kindern mit Defiziten aber auch Stärken.

Das Modell erfordert Teamarbeit, um inhaltliche, organisatorische und methodische Absprachen zu ermöglichen. Zudem wird von den hier arbeitenden Kolleginnen und Kollegen eine genaue Beobachtung und Einschätzung der Schüler/innen erwartet, um entsprechende Differenzierungsgruppen bilden und Förderpläne erstellen zu können. Die vor Schuleintritt vom Schulleiter gesammelten Informationen müssen von Anfang an genutzt werden und verhelfen zu einem sofortigen Einstieg in die Differenzierungsarbeit.Unumgänglich ist eine offene Unterrichtsgestaltung (Tagespläne, Wochenpläne, Stationenarbeit etc.). Zudem müssen den Schülern Partner- und Gruppenarbeit und zunehmend auch eine Methodenvielfalt vertraut sein.

Organisationsform im Schuljahr 2015 / 2016

Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Im Schuljahr 2015 / 2016 wurde diese Entwicklung besonders deutlich.

Die bisherige Organisationsform der Schuleingangsphase wurde weiterentwickelt und den neuen Herausforderungen angepasst:

Zwei Klassen werden zu einer Lerngruppe, die im Unterrichtsmorgen in Differenzierungsgruppen unterteilt ist.

Personelle, sächliche und räumliche Ressourcen werden gewinnbringend zur Förderung aller Kinder genutzt. Die klassenübergreifende Organisationsform wird weiter ausgebaut.

Das diesjährige Modell befindet sich in der Erprobungsphase.

Weitergehende Informationen zum Eingangsunterricht400_F_64191282_hLQFT1Ne75F3kTyQZgIiYR5qzX4HdGbA sind in der Schule zu erhalten.

Die Organisationsstruktur in den folgenden Jahren bleibt abhängig von den Rahmenbedingungen (Zusammensetzung der Schülerschaft, zur Verfügung stehendes Personal, vorhandene Räumlichkeiten etc.).

Das Kollegium der Lambertus Schule bemüht sich aktiv um eine der jeweiligen Schülerschaft angemessene Organisationsform.