Ein Jahrgang-keine Klassen

Ein Jahrgang – keine Klassen

Mit dem Eintritt in die Grundschule beginnt ein gänzlich neuer Lebensabschnitt. Kinder aus vielen Kitas und unterschiedlichen Wohnorten treffen bei uns zusammen.

Trotz der guten Einschätzungen durch die Eltern und die Mitarbeiter/innen der Kitas ist im Vorfeld nicht abzuschätzen, welche Entwicklung das einzelne Kind durchläuft und welche Beziehungskonstellationen sich im Schulalltag ergeben.

Daher erfolgt die Beschulung an der Lambertus Schule grundsätzlich jahrgangsbezogen, eine Klasseneinteilung erfolgt nicht.

Die Kinder eines Jahrgangs nehmen sich vielmehr als Gesamtgruppe wahr. Die meisten Aktivitäten erfolgen gemeinsam (Ausflüge, Klassenfahrten, Projekte etc.).

Die Schüler haben somit ein großes Spektrum hinsichtlich eines gelungenen Beziehungsaufbaus.

Der tägliche Unterricht erfolgt in zwei oder mehr Differenzierungsgruppen. Auf diese Weise kann flexibel auf die Belange der einzelnen Kinder eingegangen werden.

Unterricht in der vertrauten Lerngruppe ist ein wesentlicher Bestandteil unseres pädagogischen Verständnisses. Er schafft Identifikation, Vertrautheit und Sicherheit bei den Schülern. Daher achten wir darauf, die Lerngruppen möglichst konstant zu halten.

Die Zusammensetzung der Lerngruppen sowie die unterrichtende Person sind allerdings nicht statisch. Vielmehr findet  eine Orientierung an den entsprechenden Gegebenheiten und Erfordernissen der Jahrgangsstufe bzw. der einzelnen Schüler/innen statt.

Das Jahrgangsteam ist für die gesamte Jahrgangsgruppe verantwortlich und Ansprechpartner sowohl für die Schüler als auch für die Eltern. (s. auch „Teamstruktur“)

Der Einstieg in den Unterrichtsmorgen beginnt im gemeinsamen Kreis aller Schüler/Innen des Jahrgangs.

Häufig erfolgt der Unterricht in der Jahrgangsgruppe im Teamteaching.

In den Differenzierungsstunden werden die Schüler/Innen ihrem Bedarf entsprechend und je nach Unterrichtssituation, in unterschiedlichen Fördergruppen durch eine Lehrkraft, unterrichtet und einen Schulbegleiter unterstützt.

Hierbei berücksichtigen wir für einen möglichst optimalen Lernerfolg, die individuelle Lernausgangslage, den sozialen förderlichen Kontext sowie die Inhalte und Methoden des jeweiligen Faches.

Die Entscheidungen hierbei liegen einzig beim Jahrgangsteam.

Das Modell erfordert enge Teamarbeit, um inhaltliche, organisatorische und methodische Absprachen möglichst optimal zu treffen.

Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarfen.

Diese umfassen körperliche Beeinträchtigungen, Auffälligkeiten im sozial- emotionalen Bereich und Schwierigkeiten beim Lernen.

Nicht zu vernachlässigen sind die Kinder, die in ihren besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen in ihrem Lernerfolg und ihrem individuellen Lerntempo vorangebracht werden müssen.

Wir haben die üblichen Organisationsformen des Unterrichtes daher weiterentwickelt und den neuen Herausforderungen angepasst.

Personelle, sächliche und räumliche Ressourcen können so gewinnbringend zur Förderung aller Kinder genutzt.